Das CEG-Modell
CEG steht für Campingplatz-Eigentümergemeinschaft. Der Gedanke dahinter: Der Platz gehört nicht einem Betreiber. Er gehört mehreren Eigentümern — jedem sein Stellplatz, die Straßen, Leitungen und Sanitärgebäude gemeinsam.
Wer das Prinzip kennt, kennt es meist aus dem Wohnungsbau. Eine CEG ist in ihrem Aufbau einer Wohnungseigentümergemeinschaft nachempfunden: Es gibt Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum, eine Eigentümerversammlung, einen Wirtschaftsplan und eine jährliche Abrechnung.
Wem so ein Platz gehört
Das Besondere am Modell ist, wer da zusammenkommt. Die Eigentümer eines CEG-Platzes verfolgen nicht dasselbe Ziel — und müssen es auch nicht:
Der Dauercamper steht seit Jahren auf seinem Platz und hat dort investiert: Terrasse, Vorzelt, Bepflanzung, oft ein kleines Vermögen. Er will Eigentum, statt jedes Jahr Pacht zu zahlen — und die Sicherheit, dass ihm sein Platz auch morgen noch gehört.
Der Investor will in Freizeit anlegen, aber keinen Campingplatz betreiben. Er kauft Stellplätze und lässt sie vermieten — dauerhaft an Saisongäste oder touristisch an Urlauber, je nachdem, was der Platz hergibt.
Der Teilzeit-Nutzer möchte beides: einige Wochen im Jahr selbst dort stehen und die übrige Zeit vermieten lassen, damit sich der Platz trägt.
Diese drei sitzen in derselben Gemeinschaft und in derselben Versammlung. Dass das funktioniert, ist keine Selbstverständlichkeit — es ist das Ergebnis klarer Regeln.
Warum es ohne professionelle Verwaltung nicht geht
Genau hier entscheidet sich, ob eine CEG trägt. Wer selbst nutzt, will niedrige Kosten. Wer vermietet, will Auslastung und eine saubere Abrechnung seiner Einnahmen. Wer dauerhaft dort steht, will Ruhe und einen gepflegten Platz. Diese Interessen reiben sich zwangsläufig.
Was sie zusammenhält, ist eine Verwaltung, die für alle nach denselben Regeln rechnet: Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Umlagen nach festen Schlüsseln, Verbrauch nach Zählern, Beschlüsse ordentlich vorbereitet und dokumentiert. Eine Gemeinschaft, deren Abrechnung niemand nachvollziehen kann, zerlegt sich mit der Zeit selbst — daran ist noch jede gescheitert, die es nebenbei versucht hat.
Diese Verwaltung ist unsere Arbeit. Wir führen die Abrechnungen, bereiten die Versammlungen vor, begleiten die Beschlüsse und kümmern uns um die Fragen, die zwischen Betrieb und Eigentum täglich entstehen.
Zwei Gemeinschaften seit Jahrzehnten
Wir betreuen heute den CEG Alpenblick in Weiler im Allgäu und den CEG Maurach am Bodensee. Beide bestehen seit vielen Jahren und werden bis heute nach diesem Modell verwaltet.
Sie sind zugleich der Grund, warum wir über Campingplätze nicht theoretisch reden: Was wir zu Kosten, Auslastung und Betrieb sagen, stammt aus Anlagen, deren Abrechnung wir selbst führen.
